Ernährung: Nährstoffe – unsere Energie beim Sport

Die Nährstoffe sind organische und anorganische Stoffe die wir zum Leben benötigen. Diese Stoffen werde mittels der Verdauung in Energie umgewandelt. Ob nun Wärmeenergie, Wachstum oder sportliche Leistungen.

Früher unterschied man nur in 3 energiehaltige Nahrungselemente: Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Diese 3 Elemente hatte alle die Eigenschaft Energie zu liefern. Wobei die Anzahl der Kalorien die sie liefern bei allen komplett unterschiedlich sind.  Heute wird bei den Nährstoffen in energieliefernde und nicht energieliefernde Nährstoffe unterschieden. Die nicht energieliefernden Nährstoffe sind die o.g. (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett). Die nicht energieliefernden Nährstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe werden vom Körper z.b. für den Stoffwechsel benötig und sind unverzichtbar. Wir müssen diese Stoffe mit der Nahrung aufnehmen, der Körper ist nicht in der Lage andere Bestandteile in diese benötigten Stoffe umzuwandeln. Für unser gutes Befinden benötigen wir zirka 50 verschiedene Nährstoffe. Um nur ein paar zu nennen: Aminosäuren, Spurenelemente, Zink etc.

Alle energiereichen Nährstoffe haben die Aufgaben: den Körper mit Energie zu versorgen, für Wachstum und Regeneration des Körpers zu sorgen und die Abwehrkräfte zu stärken/bilden.

Die Energie die direkt im Muskel erzeugt wird, resultiert aus einer energiereichen Verbindung, dem ATP (Adenosintriphosphat) .

Die Nährstoffe werden mit oder ohne Sauerstoff „verbrannt“ und vom Körper in Phosphorverbindungen gespeichert, dem ATP bzw. KP (Kreatinphosphat) . ATP ist somit der direkt Energielieferant für alle Muskeln. Dazu kommt noch das Kreatinphosphat, das direkt im Muskel gespeichert wird und für die Regeneration von ATP verantwortlich ist.

Die Kohlenhydrate werden mit oder ohne Sauerstoff verbrannt (aerob oder anaerob)  und vom Körper in ATP umgewandelt, d.h. ATP soll neu entstehen und dem Muskel zur Verfügung stehen. Normalerweise werden die Kohlenhydrate mit Sauerstoff (aerob) verbrannt, dieser Prozess geht aber nur bis zu einer mittleren Belastung, wird jedoch Energie schnell benötigt ist diese Art der Verbrennung zu langsam. Dann werden Kohlenhydrate, genauer der Traubenzucker, ohne Sauerstoff gespalten (anaerob), dabei werden die Kohlenhydrate nicht mehr verbrannt sondern wie gesagt lediglich gespalten. Die Energie kann dem Körper schneller zur Verfügung gestellt werden.

Problematisch an dieser Methode der Spaltung ist jedoch, dass Milchsäure (Laktat) als Nebenprodukt entsteht. Diese Milchsäure ist Auslöser für Krämpfe. Eiweiße werden nur unter besonderen Bedingungen verbrannt, wenn nicht genügend Kohlenhydrate, ATP oder KP zur Verfügung stehen.

Das Fettdepot wird als aller letztes verwendet, denn das Problem von Fetten ist, das sie zwar ein quasi unendliches Energiedepot im Körper darstellen, aber nur so langsam verbrannt werden können, das dem Körper diese Energie langsam zur Verfügung gestellte wird. Das ist auch der Grund warum erst KP (Kreatinphosphat), ATP, Kohlenhydrate und Eiweiß verbrannt/gespalten werden bevor der Körper an die Fettreserven rangeht. Darum fällt es uns auch so schwer Fette zu verbrennen.

Alle energiereichen Nährstoffe haben unterschiedlich viel Energie bei gleicher Masse. Am meisten haben die Fette, diese Energie kann aber im Körper nur sehr langsam freigegeben werden. Kohlenhydrate bieten auch sehr viel Energie und können im Körper schnell zu ATP umgewandelt werden, deswegen sollte Kohlenhydrate von Sportlern auch bevorzugt werden.

Kohlenhydrate werden im Körper als Glykogen gespeichert. Entweder direkt im Muskel oder in der Leber. Das Muskelglykogen wird ausschließlich dort verwendet und in Muskelkraft umgesetzt. Je 100g Muskelgewebe werden bis zu 400g Glykogen gespeichert. Die Menge an Glykogen im Muskel ist im Wettkampf oder bei hohen Anforderungen für eine sehr gute Leistung verantwortlich.

Zurück zur Ernährungsreihe

Leave a Reply

Security Code: