Kinesiotaping

Tape 0079Der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase hatte vor etwa dreißig Jahren ein spezielles Pflaster entwickelt. Dieses Pflaster war hautfreundlich, hochelastisch und atmungsaktiv. Dieses Tape kann sich wie eine zweite Haut dehnen und ohne dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, zieht sich das Tape wieder zusammen. Kinesiotaping wirkt damit stoffwechselanregend und schmerzlindernd. Wissenschaftlich wurde die Theorie nicht belegt, doch es gibt bereits reichlich praktische Erfahrungen damit. Abteilungen der Leistungssportler und medizinische Betreuer vertrauen heute auf die wundersamen Tapes und dies bei sämtlichen Disziplinen. Gerade bei beispielsweise Prellungen entzündet sich Gewebe, es schmerzt und schwillt an. Mit dem elastischen Tape wird die Haut bei den Bewegungen sanft massiert und geliftet, wodurch Blutfluss und Lymphfluss angeregt werden. Bereits kurz nach dem Kinesiotaping kann Druck nachlassen, die Entzündungen klingen schneller ab und der Schmerz lässt nach. Der Muskeltonus wird mit den Pflastern reguliert und über eine bessere Wahrnehmung von Belastbarkeit und Beweglichkeit werden die Gelenke gestützt.

Einer Vielzahl von Beschwerden können die elastischen Pflaster entgegenwirken und so auch zum Beispiel Sehnenscheidenentzündungen, Golfer- und Tennisarme, verspannter Nacken und Rücken, Sprung-, Schulter- und Kniegelenk. Diese Beschwerden können besonders gut behandelt werden. Oft heißt es, dass die Tapes auch bei einem Muskelfaserriss den weiteren konventionellen Verfahren deutlich überlegen sind. Um bis zu fünfzig Prozent soll angeblich der Heilungsprozess verkürzt werden. Ein entscheidender Vorteil vom Kinesiotaping ist, dass Schonhaltungen und weitere Probleme wie Verspannungen vermieden werden, weil die Schmerzen häufig sofort nachlassen. Es kann auch Sinn machen, wenn man vorbeugend Tapes nutzt. Dank Wadentapes kann beispielsweise die Krampfneigung nach unten gesetzt werden, wenn für einen Marathon trainiert wird.

Viele Therapeuten haben seit Beginn des Kinesio-Tapings in Deutschland diese Methode noch weiterentwickelt. Zum Teil wird der Farbe der Tapes eine Bedeutung zugesprochen. Rot und Rosa könnte an dieser Stelle für anregend stehen. Die Farbe wird von vielen allerdings auch absolut irrelevant für die Wirkung bezeichnet. Zum Teil wird die Selbstbehandlung empfohlen und andere raten davon ab. Viele Experten teilen mit, dass das Taping bei einem medizinischen Gesamtkonzept eingebunden wird. Die Kunst des Klebens können Ärzte, Heilpraktiker, Masseure, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten lernen und im Anschluss anwenden. Ein Tape kostet etwa 10 bis 13 Euro, allerdings gibt es auch Beschwerden, wo mehrere Tapes benötigt werden. Spätestens nach einer Woche müssen die Tapes dann erneuert werden. Zu beachten ist, dass gesetzliche Kassen die Tapes nicht zahlen und private übernehmen die Kosten häufig auf Anfrage.

Mit Hilfe von Kinesiotaping können Verletzungen kuriert werden, Entzündungen werden gehemmt und die Muskeln werden gelockert. Gerade auch bei den größeren Sportveranstaltungen werden heute viele bunte Streifen bei den Athleten bemerkt. Für Spitzensportler ist es heute fast normal, dass ein Tape auf der nackten Haut getragen wird. Ursprünglich stammen die Tapes aus der japanischen Heilkunde und heute werden diese alltäglich in de physiotherapeutischen Praxis genutzt.